Die Anstrengungen der Länder und des Bundes haben sich gelohnt. Der Wachstum der Bio- Branche ist auch 2011 wieder gestiegen. Nun wird auf über einer Million Hektar Anbaufläche nach den Richtlinien des ökologischen Landbaus gewirtschaftet.
564 neue Bio- Betriebe in Deutschland
Die Bio- Branche wächst. Das ist auch gut so in den Zeiten der Lebensmittel- Skandale. Immer mehr Verbraucher zweifeln an den Produkten aus der kommerziellen Lebensmittel- Branche. Die Menschen lassen sich nicht mehr von teurer Fernsehwerbung rund um altbekannte Marken- Produkte täuschen. Wichtig ist die Qualität der Produkte und die eigene Gesundheit. Aus den Jahresmeldungen der Bundesländer über den ökologischen Landbau geht hervor, dass Ende 2011 22.506 Betriebe auf 1.022.718 Hektar nach den Eu- weit geltenden Richtlinien des Öko- Landbaus wirtschaften. Rund 564 Betriebe haben im letzten Jahr ihre Existenz in der Bio- Branche gegründet. Das entspricht einen Anstieg von 2,6 Prozent.
Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner zeigt sich positiv:´ Die Zeiten des niedrigen Wachstums in den Jahren 2009 und 2010 sind vorbei. Im vergangenen Jahr konnte der Bio-Markt wieder an frühere hohe Wachstumsraten anknüpfen – wegen einer steigenden Nachfrage und einer hohen Qualität und Vielfalt der Produkte. Bioprodukte “made in Germany” genießen weltweit einen hervorragenden Ruf – nicht zuletzt wegen hoher Standards in der Produktion. Leider reicht die Produktion nicht aus, um die steigende Inlandsnachfrage zu decken. Die Versorgung des deutschen Marktes basiert nach wie vor auf einem relativ hohen Importanteil. Es muss das Ziel der deutschen Landwirtschaft sein, die Inlandsnachfrage soweit wie möglich selbst bedienen zu können. Hier sehe ich ein großes Potenzial für die deutschen Landwirte – da ist noch viel Luft nach oben.´( Quelle: BMELV Pressemitteilung)
Beihilfe für den Öko- Landbau
Aigner beteuert, die Bundesregierung versuche weiterhin den Öko- Landbau in Deutschland zu fördern. Das Bundesagrarministerium setzte sich dafür ein, dass die Einführung und Beibehaltung von ökologischen Anbauverfahren weiterhin gesichert sind. Die Beihilfen wurden deutlich erhöht. Der Bund habe somit deutliche Anstrengungen unternommen, den Zuwachs von neuen Bio- Betrieben und der gesamten Branche zu sichern. Aigner sagt weiter:
Jetzt sind die Länder am Zug: Sie entscheiden in eigener Verantwortung über den Einsatz der Mittel. Sie sind gefordert, die erhöhten Förderungen anzubieten und den Spielraum, den die GAK (Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes) bietet, auszuschöpfen, um für ein kontinuierliches Förderangebot zu sorgen.´
Die Zeiten des stockenden Wachstums in der Bio- Branche sind vorbei. 2011 war ein erfolgreiches und positives Jahr für die Öko- Betriebe und auch für die Verbaucher. In fast jedem Supermarkt finden sich nun Bio- Produkte und die Auswahl ist grösser geworden. Die Anzahl der Bio- Handelsunternehmen ( Alnatura, Basic, Bio Company, Ebl- Naturkost, eo Komma, Füllhorn, Grüner Markt, SuperBioMarkt,Vitalia Reformhaus und Volcorner BioMarkt) steigt ebenso stetig.
Quelle: BMELV Pressemitteilung
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