Kennzeichnungspflicht bei Lebensmitteln- Analogkäse und Klebefleisch ade!

Keine Angst mehr vor versteckten Lebensmittelimitaten. Diese dürfen zwar nach wie vor verwendet und verarbeitet werden, müssen nun aber speziell gekennzeichnet sein. Nach langjährigen Verhandlungen beschloß das Eu- Parlament letzten Mittwoch nun doch endlich eine strengere Kennzeichnung der Lebensmittelimitate.

Lebensmittel- Kennzeichnung

 

Die Kennzeichnung der Lebensmittel sind wichtig und klären den Verbraucher über Inhaltsstoffe, Qualitätsmerkmale und Eigenschaften eines Produktes auf. Sie informiert und schützt den Verbaucher, denn häufig sind Allergene und genetisch veränderte Organismen in den Lebensmitteln enthalten.

Die wichtigste Neuerung ist nun die Kennzeichnungspflicht auf der Verpackungsrückseite. Dort wird nun überall ein Nährwertkasten zu sehen sein, aus dem hervor geht wieviel Salz, Fett, Eiweiß, Zucker und Kohlenhydrate pro 100 Gramm zu finden sind.

Lange Zeit konnten sich der Mogel-Käse und der falsche Schinken unbemerkt in die Kühlschränke ahnungsloser Verbaucher schleichen. Damit ist nun Schluss. Es liegt allerdings am Verbraucher selbst, inwiefern er sich über die Produkte informiert und die Kennzeichnung liest bzw lesen kann.

 

Mogelkäse und falscher Schinken

 

Beim Mogelkäse ist der Hersteller verpflichtet den Hinweis ´hergestellt mit Pflanzenfett´unmittelbar neben den Markennamen in 75 Prozent von dessen Größe anzubringen. Leider wird dort auch nicht in naher Zukunft in grossen Buchstaben´Vorsicht- Analogkäse´stehen; aber es bleibt zu hoffen dass sich viele der Verbraucher informieren werden.

Auch beim Klebefleisch, welches aus Enzymen zusammengeleimt ist, muss der Hersteller nun mit ´Aus Fleischstücken zusammengefügt´darauf hinweisen, dass es sich nicht um echten Schinken handelt. Diese künstlichen Produkte waren beliebt auf Pizza, auf Sandwiches und überall dort, wo der Verbraucher nicht allzu genau hingesehen hat.

Oftmals fallen gerade Verbraucher, die normalerweise ihren Schinken und ihren Käse nur aus der Bio- Theke kaufen, auf diese Mogelprodukte herein, da diese gut versteckt auf der schon fertigen Pizza, dem lecker zubereiteten Schinken- Käse Brötchen zu finden sind.

Die neue Kennzeichnungspflicht hilft uns zwar; aber es wird immer wichtiger genau auf die Verpackung zu sehen und die neuen ´Codes´auf dem Etikett gut zu kennen.

 

Woher kommt mein Fleisch?

 

Bislang wurde der Verbaucher nur über das Herkunftsland des Rindfleisches informiert. Auch das hat sich nun geändert.Wir wissen in Zukunft nun auch woher der Hersteller sein Lamm-, Geflügel-, Schweinefleisch sowie den Fisch bezieht.

 

Keine Chance für die Ampel- Kennzeichnung

 

Die neue Kennzeichnungspflicht ist den Verbraucherverbänden nicht genug. Tatsache ist, dass die Kundenfreundliche Ampel- Kennzeichnung schon letztes Jahr gescheitert ist. Diese würde so manchem Verbaucher das Einkaufen erleichtern und auch Kinder könnten ohne Probleme die `Zuckerbomben´auf einen Blick erkennen und so manche ´leichte´Süßigkeit wäre erstmal entarnt. Leider ist die Wirtschaft und der Gewinn immernoch mehr Wert als die Gesundheit und die Aufklärung der Menschen. So liegt es am Verbraucher selbst sich durch den Etiketten- Dschungel zu schlagen und sich vorher zu informieren.

Viele der Verbraucher vertrauen den ´guten´Marken aus der Werbung und glauben tatsächlich noch dass in den Spaghetti- Soßen reines Tomatenfleisch, gutes Olivenöl und sonnengereifte Pinienkerne stecken.Genau diese Soße bekommt man leider aber meist nur selbstgekocht.

 

 

Bild: Alterfalter-fotolia.de

 

 

 

 

 



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