Subventionen für Landwirte nur bei artgerechter Tierhaltung und Umweltschutz

Der Bund e.V. hat eine Studie in Auftrag gegeben. 74 Prozent der Bundesbürger sind der Meinung, dass nicht mehr alle Landwirte, sondern nur diejenigen gezielt subventioniert werden sollten,  die höhere Anforderungen beim Tier- und Umweltschutz leisten.

Europäischer Agrartopf verteilt großzügig

Der europäische Agrartopf ist mit rund 40 Prozent der größte Posten im EU- Haushalt. Das Geld wird bis dato pauschal ausgezahlt und ist nicht gebunden an besonders herausragende Leistungen wie etwa Umweltschutz. Die Gelder werden nach Hektar ausgezahlt, so sind große Betriebe gegenüber den kleineren klar im Vorteil. Die Subventionen pro Hektar betragen in Deutschland 344 Euro. Großangelegte Demos wie ´wir haben es satt´beweisen, dass die Deutschen ein Umdenken in der Agrarwirtschaft fordern und das Verteilen von Steuergeldern gerechter ausgelegt werden muss. Bislang beinhalten die gesetzlichen Mindeststandards, um die Gelder zu erhalten, den Einsatz von Gentechnik, tierquälerische und nicht artgerechte Haltung von Tieren und Überdüngung und damit Artenverlust und Gewässerbelastungen.

Studie zeigt deutlich: Die deutschen Bundesbürger fordern eine gerechte Verteilung

Eine Forsa- Umfrage zeigt, dass 74 Prozent der Deutschen der Meinung sind, dass nur die Landwirte gefördert werden sollten, die höhere Anforderungen beim Tier- und Umweltschutz leisten. 19 Prozent der Befragten meinen, dass weiterhin alle vom Topf profitieren sollten.

Viele Landwirte können sich oftmals ein Umstellen ihres Betriebes nicht leisten, da dies in vielen Fällen nicht honoriert wird. Die Lebensmittel erzielen Dumping- Preise und so werden immer mehr Tiere auf viel zu engem Raum mit billigen Futtermehlen gefüttert. Ein Umdenken in der Agrarpolitik ist unverzichtbar. Die Bundesbürger sind klar einer Meinung. In Zeiten der Lebensmittel- Skandale muss sich eindeutig etwas ändern.

 

 

Quelle: bund.net

bild: MonkeyBusiness images/ shutterstock.com



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