Die schlimmen Bilder von gequälten Legebatterie- Hühnern haben ihre Wirkung nicht verfehlt. Die meisten Deutschen kaufen nun überwiegend Bio- oder zumindest Freilandeier.
Doch haben Sie gewusst, wieviele Käfigeier es trotzdem in ihren Kühlschrank schaffen? Unbewusst?
Aus Legebatterie wird Kleingruppenhaltung
Seit Anfang 2010 ist in Deutschland die Käfighaltung verboten.
Doch auch hier fand sich eine Lücke und so wurde aus der Käfighaltung die Kleingruppenhaltung.
Der Unterschied zur vergangenen konventionellen Käfighaltung hier in Deutschland ist nicht sehr gross. Statt knapp einem DIN A 4 Blatt pro Huhn hat es nun eine Fläche von eineinhalb DIN A 4 Blättern zur Verfügung.
Aber Kleingruppenhaltung klingt natürlich viel besser als Legebatterie oder Käfighaltung.
Keine Infomation bei verarbeiteten Eiern
Bei unverarbeiteten Eiern, sprich bei blanken, frischen Eiern die sie im Supermarkt kaufen, ist seit 2004 ein Herkunfts- Stempel vorgeschrieben.
0- für Bio
1- für Freilandhaltung
2- für Bodenhaltung
3- für Käfig/ Kleingruppenhaltung
Schon gefärbte oder gekochte Eier gelten als verarbeitet und unterliegen nicht der Kennzeichnungspflicht.
Aus dieser Lücke im Gesetz ergibt sich, dass die Verbraucher, die sonst nur die ´guten´Eier kaufen und auch sonst die Käfighaltung boykottieren, ständig genau diese Eier zu sich nehmen.
Es stecken also die billigen Käfigeier aus dem Ausland, sowie die deutschen Kleingruppeneier, versteckt in der Pasta, dem Eis, dem Brot und in fast allem was wir täglich zu uns nehmen. Es fehlt die Kennzeichnungspflicht.
Mehrheit für die Kennzeichnungspflicht
Foodwatch hat eine repräsentative Umfrage beim Institut TNS Emnid in Auftrag gegeben und das Ergebis zeigt ganz deutlich dass 80 Prozent der Verbraucher Klarheit über die Haltungsform auch bei verarbeiteten Eier fordert.
Es ist völlig unverständlich, weshalb Verbraucher nur bei frischen Eiern das Wahlrecht haben sollen und die Industrie, Lebensmittelhersteller und Gastronomen ihnen die Auslands- und vorallem Käfigeier weiterhin unterjubeln können.
Es ist auch leider völlig legal und einfach günstiger diese Eier zu verwenden.
Foodwatch fordert die Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner ( CSU ) auf, sich europaweit einzusetzen und endlich diese Verbaucherlücke zu schliessen.
Jeder kann helfen.
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Quelle: foodwatch.de
bild: latrapix-fotolia.com


