Bio hat sich in den letzten Jahren zu einem verkaufsfördernden Schlagwort entwickelt. Egal ob Nachtcreme, Toastbrot oder Strom: Mit Bio verkauft es sich besser. Es ist deshalb nicht verwunderlich, dass die Anzahl der Menschen, die dem Bio-Boom skeptisch gegenüber stehen, wächst. Auch die Bioenergie sieht sich aufgrund der Flächenkonkurrenz zur Nahrungsmittelproduktion mit vielen Vorurteilen konfrontiert. Mit Nachhaltigkeit im Fokus ist die biologisch produzierte Energie jedoch eine zukunftsträchtige Alternative zu Atomkraft und Co.
Was ist Bioenergie?
Hinter dem Begriff Bioenergie versteckt sich aus Biomasse gewonnen Energie. Diese Energie wird in Form von Wärme, Kraftstoff oder elektrischer Energie weiter verwendet. In Biomassekraftwerken wird zum Beispiel aus Holz elektrische Energie gewonnen. Pflanzenstoffe, wie Raps, werden zu Biodiesel verarbeitet und aus Gülle wird Biogas erzeugt. Die verschiedenen Bioenergierträger werden somit mit Hilfe von Aufbereitungsanlagen zu Wärme und Strom umgewandelt. Auf dem Gebiet der Bioenergie wird seit Jahren immer stärker geforscht und immer mehr Pflanzenstoffe, wie aktuelle zum Beispiel Algen, werden als potentiell verwertbare Biomasse entdeckt. Die wissenschaftlichen Ressourcen sind besonders in Deutschland vorhanden und es bilden sich immer mehr Studiengänge, die auf die biologische Energiegewinnung spezialisiert sind. Problematisch sind dagegen die Kapazitäten für die landwirtschaftliche Bioenergieerzeugung, denn trotz nachwachsender Rohstoffe konkurriert die Bioenergie mit der Landwirtschaft um Anbaufläche.

Biogasanlagen wandeln Biomasse in Energie um
Vor- und Nachteile der Bioenergie
Im Gegensatz zur biologischen Landwirtschaft wird Bioenergie unter sehr intensiver Bewirtschaftung angebaut. Dabei werden auch Pestizide und Schadstoffe verwendet. Der Anbau von Biomasse kann deshalb die Biodiversität gefährden und steht darüber hinaus in Konkurrenz zu r Nahrungsmittelproduktion. So spitzt sich seit einigen Jahren die Lage in Mexiko zu, da der Mais statt als Nahrungsmittel, vermehrt für die Verarbeitung zu Biokraftstoff angebaut wird und es zur sogenannten Tortilla-Krise kam. Auf der anderen Seite ist Biomasse eine gute Alternative zu fossilen Brennstoffen , da sie erneuerbar und nachhaltig sind. Auch gibt es in Deutschland eine gesetzliche Nachhaltigkeitsverordnung, die vorschreibt die Flächennutzung einzudämmen und nachhaltig zu wirtschaften. Für Verbraucher stellt Bioenergie eine gute Alternative zu herkömmlichen, fossilen Brennstoffen dar, die auch vom deutschen Saat gefördert wird. Alle Verbraucher, die sich für die Nutzung von Bioenergie interessieren, sollten sich jedoch vorab an kompetente Ansprechpartner für Bioerdgas und Co. wenden und sich über die Produktionsstandarts und Verwendung informieren.
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